Nach dem Vorbild zahlreicher Städte wird am Samstag den 13.6. auf der Esslinger Kiesstraße eine PopUp Fahrradspur eingerichtet. ADFC und VCD laden zwischen 9:30 und 13 Uhr alle Esslingerinnen und Esslinger zur vom Autoverkehr geschützten Testfahrt auf der Radspur ein.
„Wir wollen einen sicheren und attraktiven Lückenschluss zwischen der vielbefahrenen Fahrradachse Hindenburgstraße und der Innenstadt erlebbar machen, auch wenn es erst einmal nur für ein paar Stunden ist.“ sagt Petra Schulz vom Kreisverband des VCD Esslingen. Nachdem deutschlandweit zahlreiche vergleichbare Veranstaltungen mit PopUp-Radspuren breite Zustimmung fanden wird nun auch in Esslingen der rechte Fahrstreifen kurzfristig zur Fahrradspur umgewidmet. Wie das Verwaltungsgericht Stuttgart letzten Freitag bestätigte, ist es Aufgabe des Esslinger Ordnungsamts die Teststrecke vom Autoverkehr zu sichern.
„Als Bündnis Esslingen aufs Rad können wir unter diesen Voraussetzungen guten Gewissens jetzt auch Kinder und andere besonders schutzbedürftige Radfahrerinnen und Radfahrer zur Testfahrt über den Ring einladen,“ sagt Joachim Schleicher vom ADFC Esslingen. „Während im Alltag in Fortsetzung zur Fahrradstraße Hindenburgstraße eine sichere Radverbindung in die Innenstadt fehlt, können alle am kommenden Samstag erleben, wie angenehm sich eine vom Autoverkehr geschützte Radspur anfühlt.“ Kommenden Samstag, 13. Juni von 9.30 bis 13 Uhr wird in beiden Fahrtrichtungen die rechte Spur zwischen Finanzamt und Maille mit Verkehrsleitkegeln von der Fahrbahn abgetrennt.
„Am Infostand gibt es dann auch die Möglichkeit unsere Petition für eine Umweltspur auf dem östlichen Altstadtring zu unterschreiben. Damit wollen wir dem Ordnungsamt zu zeigen, wie wichtig die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist, damit mehr Menschen das Rad benutzen können,“ so Schleicher. Noch bis November biete die Baustelle auf der Vogelsangbrücke optimale Testbedingungen, um verlässliche Zahlen für eine dauerhafte Planung zu erheben.
„Wie viele Menschen bei einer vom Autoverkehr geschützten Spur aufs Rad steigen, lässt sich nur schwerlich simulieren. Ein Realversuch liefert sehr schnell verlässlichste Zahlen“ wirbt Schleicher für den Aufbau der PopUpRadspur nach Berliner Vorbild.
Gestern begann die Stadt Stuttgart mit der Einrichtung von PopUp Radspuren auf Theodor-Heuss- und Holzgartenstraße und macht damit unmissverständlich klar, dass sie es ernst meint mit der Sicherheit für Radfahrende. Berlin hat inzwischen 22 Kilometer neue, geschützte coronasichere Radwege installiert, die den in der Krise rasant steigenden Radverkehr aufnehmen.
Foto: ADFC-Streifen: Schulweg-Demo in Dresden (c) ADFC Sachsen/Niklas Schietzold


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